Saisonstart 2011, Eschdorf und Co

Start in die Saison 2011, European HillRace Eschdorf

Der Winter 2010/ 2011 wurde mit Umbau der Elektrik, Umbau Lenksäule und ändern des Überrollkäfig mit der neuen Abstützung der A-Säule verbracht und einen AluTank eingebaut (statt den "aus dem Vollen gefrästen Stahltank")

Die Stellung des Lenkrades sollte endlich mehr zum Fahrer geneigt sein, damit ein besseres Lenken möglich ist. Im gleichen Zuge abe ich das Alu-Blech-Armaturenbrett entsorgt und alle Schalter und den Sicherungskasten zur rechten Seite in den Elektrikkasten versetzt. Den Sicherungskasten habe ich durch einen neumodernen mit Stecksicherungen ersetzt. Alle Sicherungen neu etc....

Für das DMSB Regelwerk 2011 musste der Knick in der A-Säule mit einer weiteren Strebe abgestützt werden, hier waren ein paar Anpassungs- und Schweissarbeiten notwendig.

Für mich sollte die Saison 2011 in Eschdorf losgehen, das Auto war allerdings wenigen Wochen davor eigentlich weitestgehend zerlegt.

Das Getriebe war raus und zerlegt, hier musste ein Lager am Getriebeeingangsrad erneuert werden.

Ebenso wollte ich der Ölundichtigkeit in der Gegend endlich mal auf die Spur gehen. Nun musste ich allerdings feststellen dass zum Lagerwechsel links am Getriebeeingang das gesamte Getriebe zerlegt werden musste, suuuuper.

zerlegen kann ja jeder
zerlegen kann ja jeder

Also zerlegen war ja ganz ok, dann noch ein Lager bestellt, und wieder zusammen, das war an wenigen Abenden erledigt. Nun sollte das Differential für dieses Jahr gleich noch eine neue Sperre für diese Saison bekommen. DIe Übersetzung sollte dabei gleich bleiben. Also im Fundus nach dem passenden 59er Rad gesucht, nix gefunden. Dementsprechen musste ich das Rad auf der alten Sperre runter nehmen und wollte dies auf meine neue Sperre setzen.

Die neue Sperre ist eine Stiftsperre, die alte eine Lamellensperre. Bei den Lamellensperren drückt ein konischer Ring in das 59er Rad. Hierzu wurde das Rad konisch bearbeitet und der Lagersitz für die Differentiallager nachgesetzt. Nun kann man en solch bearbeitetes Rad nicht mehr für eine Stiftsperre verwenden, schade eigentlich...

Also entliehendes Rad zurück geholt und eingesetzt, Differental wieder zusammen gebaut, dabei gleich noch mal nen grundlegenden Berechnungfehler mit eingebaut, Getriebe angeflanscht und Ostersamstag (2Wochen vor Eschdorf) ins Auto rein. Getriebeöl drauf und festgestellt dass das Differential undicht ist, tolle Wurst!!

ICH kann auch zusammen....
ICH kann auch zusammen....

 

Ostersonntag wieder raus das Ding und den grundlegenden Fehler beseitigt, OsterMontag wieder ins Auto und alles wird gut.

Dienstag nach Ostern (1,5 Wochen vor Eschdorf) den Motor vom Andreas geholt, Mittwoch war der drin, Donnerstag ist er zum Leben erwacht....

hier isser
hier isser

Freitag habe ich dann den Rest der Elektrik gemacht und danach habe ich mit den Kunststoffhauben angefangen die Halter zu montieren.

Samstag (1Woche vor Eschdorf) habe ich die Hauben gefüllert und meine Wahnsinnslackierkünste folgen lassen: Das Verhältnis Farbe/ Verdünnung habe ich gleich noch verhauen, und Stand Eschdorf, --> so scheisse können Hauben eben aussehen. Der Bus (mein Zugfahrzeug) hat mir dann noch mitgeteilt dass ein Radbremszylinder undicht sei (-->hatte ich im September 2010 mal profilaktisch erneuert), da hier der 1ste Mai mit dem MaiKäfertreffen vor der Tür stand, konnte ich hier gleich einen RBZ und Beläge erstehen.

Samstag/ Sonntag war das Auto weitestgehend dann "fertig". Nun musste ich beruflich noch von Montag bis Mittwoch einen Kurztrip machen und war Donnerstag später nachmittag nach der Arbeit dabei mich langsam auf Eschdorf einzustimmen.

Hierzu habe ich meinen Bruder Bernd zum Radbremszylinderwechsel und Bremsen entlüften beim Bus eingeladen. Wir mussetn gleich noch feststellen, dass der 2te Zylinder auch in Dutten war. also kam hier erstmal ein alter von vor September 2010 rein (Ich Sparfuchs hatte natürlich nur einen Zylinder auf dem Treffen gekauft, schon blöd) Dann noch all meine Klamotten gepackt, Auto aufgeladen, Quickly hinten drauf und schon war es wieder Freitag, 1 Tag vor Eschdorf, morgens halb drei als ich im Bette lag.

Freitag früh dann die Kinder und Frau noch verabschiedet und so gegen 9.00 Uhr los nach Eschdorf....

auf nach Eschdorf
auf nach Eschdorf

Der Weg nach Luxemburg verlief einigermaßen unspektakulär, nur hat sich die Strecke suuuper hingezogen. In Eschdorf angekommen habe ich mit ein paar Umwegen und mit meinem Telefonjoker Bernhard dann auch all die anderen NSU Fahrer gefunden. Wir standen schön auf der grünen Wiese, mit netter Aussicht und relativ viel Wind.

Freitag dann die Papierabnahme (mehr als 1Std angestanden....), die technische Abnahme verlief dann weitestgehen Problemlos, was da heisst ich muss noch meinen Käfig verschrauben für das nächste Mal. Sonst alles gut.

Am Abend wollte ich mi dann die Strecke mit der Quickly dann noch anschauen, hier musste ich lernen dass man anscheinen nicht immer vom Vorstart nach oben fährt, in Eschdorf wird man im Konvoi über die Strecke nach unten geführt, und startet dann nach oben. Mal was anderes. Beim abfahren der Strecke war schnell klar-->Powerstrecke, wenig Kurven, na dass ist doch was für mich und meinem Unvermögen mir alle Kurven zu merken wenns zu viele werden.

Samstag früh runter zum Vorstart, im Konvoi die Strecke runter zum Start, alles hörte sich gut an im Auto.... In Eschdorf wurde dieses Jahr in umgekehrter Reihenfolge gestartet, zuerst der Wolfgang, dann der andere Wolfgang, dann ich. Gut weg vom Start, schauen dass die erste Spitzkehre gut klappt, Anfahrt zur 2ten Spitzkehre bis in den dritten gezogen, wieder runter in den zweiten...Geht gut! Die Strecke geht weiter nach einer Kurve links ein ganzes teil gerade--> hier bis in den vierten Gang, suuper geil--->Plötzlich Motor aus???!!! Öldruck da, Instrumente gehen, nur Motorelektrik aus, noch durch die nächsten 2 Kurven durch gerollt, und am Krankenwagen/ Feuerwehr zum Stehen gekommen. Hier wurde das Auto dann von der Strecke geschoben und ich habe den Fehler schnell lokalisieren können. Eine Sicherung für die Motorelektrik ist im Gehäuse geschmort, der Kontakt dann gebrochen. Die neuen Sicherungen waren qualitativ echt bescheiden. Billig ist auch bei Sicherungen nicht automatisch gut.

So konnte ich mir die anderen NSU im Vorbeifahren mal anschauen, auch nicht schlecht.

Nach der Gruppe hatte ich die Sicherung durch eine andere aus dem Kasten ersetzt und ich konnte zum Fahrerlager zurück fahren.

Im zweiten Lauf habe ich es in der zweiten Spitzkehre ein wenig Übertrieben,. konnte den quergestellten Wagen aber noch recht gut abfangen. Die lange Gerade hat mir gezeigt dass das Getriebe zu kurz ist. Die Zielkurve ging echt genial...Wirklich klasse.

Zwischen dem zweiten und drittem Lauf habe ich dann die Übersetzung gewechselt, der dritte Lauf verlief gut.

Am Sonntag hatte ich im ersten Wertungslauf zu anfangs ein paar Schaltprobleme, Ich habe mir aber nichts weiter dabei gedacht.

Im zweiten Lauf hatte ich vom Start an extreme Schaltprobleme, die Kupplung hat nicht getrennt, ich habe die Gänge nicht reingekriegt,  shit... In der Zielkurve war ich dann so schnell, dass ich noch eine Vollbremsung machen musste um einen Strohballen nicht umzufahren. Nach der Zieldurchfahrt ging es nur noch für 500m weiter, dann war Schluss, null Vortrieb.

Uwe hat dann jemanden organisiert, der mich zum Fahrerlager hoch geschleppt hat. Fehlerdiagnose--->beim Wechsel der Übersetzung habe ich die Deckel anscheinend nicht richtig festgezogen, diese sind in das Gebläserad rein und haben hier gewütet, die Hälfte der Schaufeln ist raus und hat das Spiralgehäuse, Plastikabdeckung und Heckschürze beschädigt.

...zahnlos
...zahnlos

geht gleich was kaputt
geht gleich was kaputt

 

Nach Austausch des Rades und der Hilfe von den anderen Fahrer bzgl. Teileversorgung habe ich das Auto zum dritten Lauf rechtzeitig wieder fertig bekommen. Im dritten Lauf habe ich meine persönliche Bestzeit dann gefahren. Ich konnte durch den speziellen Wertungsmodus (nur der schnellste Lauf zählt) hier den dritten Platz (nach Uwe und Steffen) erreichen. Schönes Dingen!!! In der NSU Bergpokalwertung bedeutet dies den sechsten Platz, weil wir eine eigene Wertung haben. Das Preisgeld konnte aber ein wenig trösten.

und es findet sich (fast) alles wieder an
und es findet sich (fast) alles wieder an

Der Heimweg hat sich dann noch 7Stunden hingezogen, mann war ich platt....aber genau so wollte ich es ja.

siehe Bericht vom Frank Altstädt

 

Thomas