TT Trophy in Osnabrück

Für mich begann dieser abenteuerlich lange (über 700 km-one way) Trip nach Ostwestfalen bereits am Mittwoch.

Nachdem das Getriebe meines TT am Nürburgring beim Oldtimer-Festival schon erhebliche Probleme offenbarte,

hatte ich mit Friedhelm in Oberhausen einen Austausch vereinbart.

Unterkunft mit Halbpension wie immer im Hotel Koch/Oesterbeck in Duisburg (Danke Moni und Rainer).  Getriebereparatur, nochmal alles einstellen (Ventile, Vergaser, Zündung etc etc) und schon ging es am Freitag früh ab in Richtung Osnabrück.

Jürgen sein Renner
Jürgen sein Renner


Osnabrück hatte für mich eine ganz besondere Bedeutung. Hier bin ich 1970 bereits mit meinem NSU TT, Gruppe 1 , Baujahr 1969 angetreten. Ein 8. Platz bei 14 Startern war für einen Newcomer damals schon ein ganz ermunterndes Ergebnis.

Aber jetzt zum 41. Osnabrücker Bergrennen, eine Veranstaltung mit einer sehr langen Tradition. Wenn man aus Bayern kommt (allerdings nur aus Niederbayern), glaubt man eigentlich nicht, dass hier ein Bergrennen veranstaltet werden kann. Aber 41 Jahre Osnabrücker Bergrennen zeigen, dass es sehr wohl geht. Unglaublich auch, welche Mühe sich die Veranstalter geben um hier ein attraktives Bergrennen in Szene zu setzen. Ca. 20.000 Zuschauer (soviele erleben wir nicht einmal bei unserem Saison-Höhepunkt beim Oldtimer-Festival am Nürburgring) tun ein Übriges zum perfekten Gelingen.

Von meinem Start 1970 erinnerte ich mich, dass sich das Fahrerlager auf der Zufahrtstrasse zum Uphöfener Berg befand . Mittlerweile haben die Veranstalter wohl die ganzen Landwirte aus der näheren Umgebung verpflichtet ihre Wiesen und Äcker als Fahrerlager zur Verfügung zu stellen.

Patrick sein Arbeitsgerät
Patrick sein Arbeitsgerät


Gemeinsam mit unseren Freunden von der Abarth-Coppa-Mille und der British-Car-Trophy sind wir bei unserem einzigen Bergrennen der Saison zum ersten Mal in Osnabrück am Start gewesen.


Mit den Kollegen vom NSU-Berg-Pokal -übrigens auch eine dufte Truppe-, die mit 7 Autos am Start waren, teilten wir die Wiese bei Bauer Schröder.

 

 

Für Rundstrecken-Fahrerlager verwöhnte Fahrer etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einigen Bierchen mit den Bergpokal-Leuten zum Kennenlernen war das Ganze schon fast heimisch.
 Am späten Abend kam Thomas Krystofiak von der Prinz-IG zu Besuch. Thomas organisiert die Sponsoring-Web-Seiten von der Prinz-IG und unterstützt uns Alle beim Web-Auftritt: http://www.NSU-TT-Trophy.de  .



Am Samstag in der Früh ging es los mit dem 1. Trainingslauf. Da Osnabrück für die TT-Trophy-Fahrer bisher unbekannt war, ging es zunächst einmal darum die Strecke kennen zu lernen. Bandbreite für die ersten Trainingszeiten zwischen 1:16 und 1:31.  Bei mir ging es nur bis zur
 2. Kurve mit Vortrieb bergauf. Dann flog der Stecker vom Verteiler und alles war erstmal still.
Mit Hilfe des Abschleppwagens auf Bauer Schröder's Wiese zurückgekommen, war der Schaden -Gott sei Dank- schnell behoben. Allerdings ist, als Folgeschaden- mein KAT durchgebrannt und
so gibt es da für die nächste Veranstaltung in Hockenheim auch wieder etwas zu tun.

da steht er und will nimmer...
da steht er und will nimmer...


Durch die Super-Organisation bedingt konnten wir am Samstag nicht nur 4 sondern sogar -wer wollte- noch einen 5. Trainingslauf bestreiten. Das Ganze zog sich allerdings von morgens 9:00 bis abends ca, 17:30 hin.

 Die besten Zeiten  konnten  Patrick Hug(1:13) Jörg Davidovic (1:17) und Rainer Oesterbeck (1:20) markieren.

Am Abend nach dem Training und dem obligatorischen Grillen gab es Benzingespräche ohne Ende unter allen NSU-Fahrern , sowohl von der TT-Trophy, als auch mit den Kollegen vom Bergpokal, nicht zu vergessen auch unsere Freunde vom Odenwald, Jörg Davidovic und Mike Vogel.
Wäre schön,den einen oder anderen mal bei der TT-Trophy auf der Rundstrecke zu sehen.

Am Sonntag -bei strahlendem Wetter - Zuschauer ohne Ende- ging es relativ früh los. Der 1. Lauf war Setzlauf für die GLP-Wertung.

Die Zeiten variierten zwischen 1:13 (Patrick Hug) und 1:32 (Lutz Gersdorf, der sich mit einem fulminanten Dreher um alle weiteren Chancen brachte). Auch Patrick Hug hatte ein kleines Problem beim Setzlauf, was ihn in der Folge nur auf den 4. Platz ankommen liess. Am Besten kam Jörg Davidovic klar, er belegte den1. Platz vor Jürgen Scheffel und Rainer Oesterbeck. 4. Patrick Hug vor Lutz Gersdorf.

Lutz sein Renner
Lutz sein Renner


In der TT-Trophy-Wertung gab es für die beteiligten Fahrer ein Null Summen-Spiel.
Patrick Hug als derzeit Führender in der Gesamtwertung fuhr mit 34 Punkten (2x2.), Jürgen Scheffel mit 35 Punkten (1x 1. und 1x 3.), Rainer Oesterbeck mit 35 Punkten (1 x 3. und 1 x 1.) nach Hause.

Stand in der TT-Trophy nach dem 8. Wertungslauf:
1. Patrick Hug 152 Punkte;
2. Jürgen Scheffel, 144 Punkte;
3. Rainer Oesterbeck, 126 Punkte.

Rainer mit dem TT
Rainer mit dem TT


Weiterer Stand sh.:Vorläufiger Punktestand.

Alles in Allem eine gelungene Veranstaltung, begünstigt durch das Super-Wetter, und natürlich -eine besondere Motivation- durch die unglaublich vielen Zuschauer.

 Man sprach von 20.000 Zuschauern. Unglaublich!!!!



Sicherlich ist Osnabrück wieder eine Reise wert, allerdings wäre auch eine Veranstaltung im Süden für die -allerdings wenigen- Südlichter auch einmal ganz schön.