9.+10. Lauf TT Trophy in Hildesheim

Alljährlich findet in Hildesheim im September die Technorama statt. Ebenso kann man hier an den Technorama Classics teilnehmen. Dies ist ein Rundstreckenrennen auf dem angrenzenden Rollfeld/ Landebahn.

Hier fahren Motorräder, Gespanne, offene Klassen und die Serie "Kampf der Zwerge":

Die Britisch Car Trophy, die Abarth Coppy Mille und die NSU TT Trophy.

Kampf der Zwerge 1.Teil Abarth/ Fiats
Kampf der Zwerge 1.Teil Abarth/ Fiats

Die Minis und die Abarth hatten Hildesheim im Rennkalender bereit als Wertungläufe geplant, die NSU TT Trophy hat dies Ende August nachgezogen. Durch die späte Aufnahme als Wertungslauf war die Teilnehmerzahl in der Trophy gering, 3 Teilnehmer hatten genannt.

Pieter de Bruijn, Frank Kleineberg und ich waren dabei. Anreise war Freitag, das Fahrerlager war zusammen mit dem Minis und den Abarth. Super organisiert vom Klaus Kleber, danke nochmals hierfür. In den offenen Klassen hatte noch Dirk Samson und Hansi Tilch auf Ihren NSU genannt.

Dirk sein Renner
Dirk sein Renner

Hansi mit Sohn
Hansi mit Sohn

Freitag waren nachmittag war ein freies Training geplant. Hier wollten Frank und ich unser erstes Rundsteckenrennen fahren. Die Abarth hatten eine Startergruppe, die Minis und die NSU waren in einer zweiten Gruppe zusammen gefasst.

Ich habe den Start der ersten Gruppe mir angeschaut, gleich in der zweiten Kurve lag ein Abarth auf der Seite-->mein erster Gedanke "auf was haben wir uns hier eingelassen?"

Dann also zu unserem Lauf:

Das Setup vom Auto war noch komplett auf wie beim letzten Bergrennen, kurze Achse, mittleres Trickrad.

Eine Einführungsrunde hinter einem Führungswagen, dann fliegender Start. Die ersten Kurven waren mit den 16 anderen Autos doch sehr eng, ist man als Slalomfahrer nicht gewöhnt. Alles ging aber sehr fair und smooth über die Bühne. Also 90 rechts/ 90 links gerade 180 rechts auf die Landebahn, auf der gesamten Länge waren 3 Schikanen mit Stroh und Curbs eingebaut. Dann wieder 180 rechts, 90 links und langezogene 90 rechts zur Start/Zielgeraden. Nach den ersten 2 Runden ging mein Puls auch mal wieder runter, 1:36 bis 1:40 Zeiten pro Runde, nach gefühlten 10min (waren aber mehr) wurden wir abgewunken.

Auf der ersten Gerade und auf der Landebahn war das Auto immer wieder komplett ausgedreht, hier waren Frank und ich doch zu kurz übersetzt.

Völlig ausgelaugt und fertig stieg ich dann aus dem Auto aus, mannohmannohmann...Dat schlaucht.

Und gleich ging es mit dem gemütlichen Teil mit holländischen Bier und Grillen weiter, alles super gut.

Trickradwechsel leichgemacht....
Trickradwechsel leichgemacht....

Samstag morgen haben wir an Frank und meinem Auto noch die Eingangsräder auf größtes Rad gewechselt, damit wir ein wenig länger übersetzt sind,

Nachmittags das Pflichttraining.

Hier dann zum ersten mal mit Zeitnahme, wieder schönes fahren, viele Ausritte von den Minis, Dreher in den Kurven usw. Die schnellste Runde wird dann zur Startaufstellung für die Rennläufe verwendet.

In der ca. 7 Runde hatte ich dann plötzlich Ölfahnen hinter mir, der Motor hörte sich aber ganz normal an. Also ein wenig runter vom Gas und mal schauen und hören, aber alles war normal. Ein paar Runden weiter wurden wir dann abgewunken. Gleich mal schauen was da los war: Mein Ölsammelbehälter war ein wenig aus/ übergelaufen, direkt auf den Fächer, deswegen also die Qualmwolken. Also alles sauber machen únd nach dem Rechten schauen.

Pieter im Fight mit einem Mini
Pieter im Fight mit einem Mini

Der erste Wertungslauf fand dann am Samstag spät nachmittags statt.

Frank war in der 3ten Reihe, ich in der 4ten und Pieter in der 5ten Startreihe.

Wieder die Einführungsrunde und dann Start frei. Pieter blieb bis zu einem Ausritt in der 2ten 180 Grad nach der Landebahn hinter mir. Frank blieb immer irgendwie in Reichweite, herangekommen bin ich aber nicht.

Frank und Pieter unterwegs
Frank und Pieter unterwegs

Hier war dann nach ca. 12/13 RUnden Schluß, Frank hat diesen Lauf nach den Gleichmäßigkeitsregeln gewonnen.

Den Abend haben wir mit Bier und einem Essen bei den Mini und Abarth Kollegen in netter Runde ausklingen lassen.

Am Sonntag morgen zogen dann Wolken auf, jetzt war die Frage--> Regenreifen oder Slicks, ca. 30min vor dem Start haben wir NSU Fahrer auf Regenreifen umgebaut.

Dann kam die Sonne. Die Abarth waren auf regenasser Strecke unterwegs und es begann abzutrocknen-->ca. 5min vor dem Start haben Frank und ich doch wieder auf Slicks umgebaut, dies war nur durch die Mithilfe unserer Leute möglich, danke dafür.

Pieter ist mit Regenreifen an den Start gefahren. Die gleiche Startaufstellung wie am Samstag wurde wieder genommen. Nach der Einführungsrunde schob sich Pieter gleich in der ersten Kurve an mir vorbei und ich blieb mehrere Runden dahinter. Frank hat nur ca. 500m gemacht, dann sein Renner wegen Pleuelschaden abgestellt.

Von Pieter haben die Regenreifen bei weiter trocknender Strecke stark abgebaut, er konnte so den Speed nicht mehr halten und ich konnte ihn dann überholen.

In einer miner schnelleren Runde habe ich dann vor einer Kurve meinen 2ten Gang nicht reinbekommen, konnte zu wenig bremsen und hatte einen Ausritt ins Grüne, aber alles blieb heile.

....geschafft!!
....geschafft!!

Am Ende hat Pieter die GLP Wertung für die NSU TT Trophy gewonnen. Frank kann sich nach einem neuen Motor umschauen und ich hab viiiiel Erfahrung gesammelt, nette Leute kennen und eine super Organisation kennegelernt. Wirklich klasse!!

Thomas