5. + 6. Lauf TT Trophy Colmar Berg

Wie schon in 2008 war die Goodyear-Trophy auf dem Testgelände der Fa.Goodyear in Colmar Berg/Luxemburg wieder im Veranstaltungskalender des „Kampf der Zwerge“.  Der Kurs, 3.16 km lang, hat den Charakter einer Kart-Strecke mit einer ziemlich langen Geraden. Also ganz anders als die als letztes gefahrene Veranstaltung auf dem superschnellen F1-Kurs in Spa-Franchorchamps/Belgien.

Die beiden Strecken Colmar Berg und Spa liegen gar nicht so weit auseinander, jedenfalls aus der Perspektive Niederbayern betrachtet. Wieder ca. 700km Anfahrt, über sehr viele verschiedene Autobahnen (A93, A3, A6, A61..), ganz schwindlig würde es Einem ohne Navi. Zwei wichtige Unterschiede gibt es zu Spa, Platz im Fahrerlager und ausgezeichnete sanitäre Anlagen.

Aber jetzt zur Veranstaltung, die wieder sehr gut organisiert war, die Leute der Ecurie Goodyear geben sich immer sehr viel Mühe und es hat auch alles sehr gut geklappt.

Die Beteiligung war ziemlich schwach, nur 8 TT-Trophy-Fahrer hatten genannt. Schön, dass Marco v.d.Broek –der Meister von 2006 wieder einmal dabei war, auch Torsten Weth als Gast mit seinem schnellen Einspritzer hatte den Weg nach Luxemburg gefunden. Ein paar mehr hätten es schon sein dürfen.

Bild 2: Torsten Weth
Bild 2: Torsten Weth

Im  Training/Qualifying am Samstagvormittag gab es  keine Überraschungen.
Patrick Hug als schnellster NSU (nur 2 Minis waren schneller) mit 1:40,160, Jochen Wenz jagte sein schnelles Auto auf Platz 2 mit 1:43,687 und Marco nach einer längeren Pause mit 1:43,876 auf Platz 3.

Bild 3: Patrick Hug, # 301, der Meister von 2008
Bild 3: Patrick Hug, # 301, der Meister von 2008

Patrick Lomeijer hatte diesmal Torsten Weth im Griff vor Paul Lomeijer und Jürgen Scheffel. An Roland Müller’s schnellem TT scherte bereits in der 1. Runde die Antriebswelle ab.

Bild 4: Roland Müller mit abgescherter Antriebswelle
Bild 4: Roland Müller mit abgescherter Antriebswelle

Da am Samstagnachmittag bereits der 1. Wertungslauf gefahren werden sollte, wurde es Zeit zum Schrauben. Roland musste eine neue Antriebswelle einbauen, was mit einigen Komplikationen verbunden war.

Roland beim Schrauben, irgendwas fehlt den Jungs ohne schrauben
Roland beim Schrauben, irgendwas fehlt den Jungs ohne schrauben

Bild 6: Die Anderen konnten relaxen
Bild 6: Die Anderen konnten relaxen

 
Bild 7: oder nur Zuschauen.
Bild 7: oder nur Zuschauen.

Zum 1. Rennen am Nachmittag konnten alle gut ausgeruht und vorbereitet
antreten. Auch hier nichts Neues, 3 Minis vorneweg, dahinter lieferten sich Patrick Hug und Marco v.d.Broek ein hartes Duell, welches Patrick für sich entscheiden konnte. Dahinter liefen Jochen Wenz und Roland Müller ein.

Bild 8: Patrick und Marco im harten Fight
Bild 8: Patrick und Marco im harten Fight

Jochen Wenz fuhr schnelle und gleichmäßige Rundenzeiten und kam als 3. in’s Ziel.

Bild 9: immer saubere Kante fahrend
Bild 9: immer saubere Kante fahrend

Danach folgte Roland Müller

Bild 10: Roland von Jürgen „gejagt“
Bild 10: Roland von Jürgen „gejagt“


vor Torsten Weth

Bild 11: Torsten auf Abwegen, hat ihm aber nicht geschadet
Bild 11: Torsten auf Abwegen, hat ihm aber nicht geschadet


Das Bruder-Duell der Lomeijers konnte Patrick vor Paul für sich entscheiden.

Bild 12: Patrick Lomeijer
Bild 12: Patrick Lomeijer


Bild 13: Paul Lomeijer
Bild 13: Paul Lomeijer

 

Bei Patrick Hug zeichnete sich bereits ab der 6. Runde ein Problem mit der Zündung?? Benzinversorgung?? Abmagerung?? ab. Für Patrick hieß das eine Spätschicht einlegen, auch Roland traute seinem Antrieb nicht mehr so recht. Resultat: wieder einmal Schrauben. Auch bei den holländischen Freunden entwickelten sich rege Aktivitäten. Was ist ein NSU-Fahrer ohne schrauben?? Muss ein armer Hund sein.

Trotzdem entwickelte sich noch ein netter Abend mit Grillen, ein paar Bier und Benzinquatschen ohne Ende.

Bedauerlich -.vor allen Dingen für die mit weiter An- und Abfahrt, war die Tatsache, dass der 2. Wertungslauf erst am Sonntagnachmittag um 15:30 gestartet wurde.

Für Patrick Hug kam das Aus bereits in der 10. Runde, das Risiko eines Motorschadens war zu hoch geworden; Patrick fuhr raus und stellte den Motor ab. Er wird Zeit genug haben den Schaden zu analysieren und zu beheben. –erst Ende September will er wieder in Hockenheim antreten.
Damit war der Weg frei für Marco, der vor Jochen Wenz und Roland Müller einlief.
Dahinter folgten Torsten, die Lomeijer Brüder.

Bild 14: Torsten, Patrick, Paul
Bild 14: Torsten, Patrick, Paul


Bild 15: Jürgen
Bild 15: Jürgen

In der TT-Trophy-Wertung gab es folgenden Punktestand:
1. Marco v.d.Broek  35 Punkte
2. Joachim Wenz  32 Punkte
3. Patrick Lomeijer 28 Punkte
4. Roland Müller  26 Punkte
5. Jürgen Scheffel  25 Punkte
6. Paul Lomeijer  23 Punkte
7. Patrick Hug  17 Punkte

Torsten Weth erhält als Gastfahrer keine Punkte für die TT-Trophy-Wertung 2009.

In der Gesamtwertung führt Patrick die Tabelle vor Roland Müller und Jochen Wenz an.

Weiter geht es Mitte August mit dem im Saisonverlauf einzigen Bergrennen in Osnabrück. Angesichts der Urlaubszeit wird die Teilnehmerzahl wahrscheinlich sehr begrenzt bleiben. Die weiteren Termine sind dann 12./13.9.09 in Hildesheim, 26./27.9.09 in Hockenheim, 11.10.09 in Oschersleben und das Saisonfinale dann am
24./25.10.09 am, Nürburgring. Also noch reichlich Möglichkeiten Punkte zu sammeln und die Meisterschaft spannend zu halten.

Hinweis:
Fotos von Theo Giesen und Torsten Weth. Vielen Dank.