Hockenheim 1. + 2. Lauf Die Saison begann mit dem Wochenende vom 24.-26. April in Hockenheim. Bei schönem Wetter waren zehn NSU’s am Start. Nicht schlecht. Einige “feste” Teilnehmer waren (noch) nicht dabei. Jürgen Scheffel hatte dazu den auffälligsten “technischen” Grund. Er hat Anfang 2009 ein neues Knie erhalten und war noch voll im Rehab. Jochen Wenz hat sich entschieden die ganze Saison zusammen mit uns zu fahren. Dass er in die Truppe passt hat er schon bewiesen, schnell auf der Strecke und ein guter Freund im Fahrerlager und sein silber/oranger TT ist eine Bereicherung des bunten Feldes. Auch unsere Gastfahrer Torsten Weth und Arno Zuylen waren wieder dabei.
Schnell und gleichmäßig gehen Hand in Hand. Das bewies Patrick Hug erneut, indem er in der Gleichmäßigkeit einen zweiten und einen ersten Platz erzielte. Pieter de Bruijn war aber der erste Sieger der Saison. Lutz Gersdorf startete die Saison ebenfalls stark mit einem zweiten Platz im zweiten Lauf. Henny Geenen wusste dann noch nicht dass sein dritter Platz im ersten Lauf sein einziges Resultat in 2009 bleiben würde…….
Nach über einem Monat Pause trafen wir uns bei der Youngtimer Trophy in Spa. Wieder ein voll besetztes Feld, denn alle möchten in Spa dabei sein. 14 NSU’s waren am Start! Prima Wetter, dass ist in Spa nicht selbstverständlich! Im Training waren schon die TT’s von Patrick Lomeijer und Henny Geenen technischen Mängeln erlegen. Für Patrick war eine Reparatur noch möglich aber für Henny bedeutete der zweite Motorschaden dass das Budget für 2009 jetzt schon alle war. Patrick Hug und Robin Podak waren im ersten Lauf aneinander geraten, dadurch bekam Robin am Ende einen schleichenden Plattfuß und er landete in den Reifenstapeln. Robins TT hatte rechts vorne einen Blechschaden weshalb er im zweiten Lauf nicht mehr an den Start kam. Schade! Auch Kalle Meurer war wieder dabei, er fährt dieses Jahr den NSU Berg Cup und nebenbei die TT Trophy. Er wurde der Sieger im ersten Lauf. Jürgen Scheffel legte mit einem zweiten und dritten Platz eine solide Basis für spätere Erfolge. Lutz Gersdorf schließlich bestätigte sein Resultat von Hockenheim, ein erster und ein dritter Platz machten ihm zum Wochenendsieger und zum Führenden der Tabelle. Max Vanreusel konnte leider wegen Rückenbeschwerden gar nicht teilnehmen, sodass Erik Heirmann die belgische Ehre hochhalten musste.
Leider musste auch das Oldtimer Festival am Nürburgring vom Traditionswochenende in die Maimitte weichen. Die Organisation wollte aber das Risiko nicht tragen weshalb wir dieses Topwochenende in diesem Jahr ausfallen lassen mussten.
Colmar Berg 24. –26. Juli 5. + 6. Lauf Nach einer Pause von fast zwei Monaten waren wir bei den Luxemburgern zu Gast auf der bekannten Goodyear Teststrecke. Hier war, in diesem Jahr zum ersten mal, auch der Randstad TT von Marco van den Broek dabei. Er wurde mit einem Sieg und einem dritten Platz dann auch sofort Wochenendsieger! Auch Jochen Wenz buchte hier im ersten Lauf seinen ersten Sieg. Für Patrick Hug waren die Resultate eher wechselnd, einem zweiten Platz im ersten Lauf folgte ein heftiger Motorschaden im zweiten Lauf.
Bergprüfung Osnabrück 15. – 16. August 7. + 8. Lauf Hier konnten wir zwei neue Teilnehmer begrüßen, Thomas Krystofiak und Frank Kleineberg. Thomas brachte hier seinen sehr schönen NSU 1200C im Renntrim zum Einsatz. Zusammen mit Jürgen Scheffel hielten sie zu dritt die Ehre der TT Trophy hoch. Alle anderen Teilnehmer fehlten leider. Jürgen Scheffel schloss dieses Wochenende als Gleichmäßigster ab und wurde für die Anreise belohnt mit zweimal vollen Punkten.
Technorama, Flugpatz Hildesheim 12./13. 9. 9. + 10. Lauf Meiner Meinung nach ist die Kombination einer großen Oldtimermesse mit einem Sportwochenende eine hervorragende Wahl. Für die Zuschauer ist weit mehr zu sehen als nur stehende Autos und Ersatzteile und für die Teilnehmer gibt es dann auch die Möglichkeit sich die Messe anzusehen. Weil die Technorama sich an einen Flugplatz befindet ergab sich hier die Möglichkeit dazu. Selbstverständlich stellt eine Rennstrecke auf einem Flugplatz nur ein Kommpromis dar. Dieser Lauf wurde erst relativ spät dem Terminkalender hinzugefügt, nachdem ich die Teilnehmer nach ihre Meinung befragt habe. Deshalb gab es nur drei NSU´s der TT Trophy, Pieter de Bruijn, Thomas Krystofiak und Frank Kleineberg.
Übrigens: Schon mal die Website http://www.nsu-tt-trophy.de/ besucht? Diese sehr schöne NSU Site wird von Thomas Krystofiak geführt. Alle NSU Motorsportserien haben hier ihre eigenen Seiten. Die NSU TT Trophy Seiten zeigen Berichten von den letzten Jahren und Fahrerporträts mit vielen schönen Bilder.
Fahren auf einen Flugplatz ist manchmal anders als auf einem Rundkurs. Die Landebahn ist oft sehr griffig dagegen sind die Taxibahnen sehr rutschig, die meisten Kurven sind 90 Grad. Es gab also recht viele Dreher und Ausrutscher. Die für die NSU’s zum Glück ohne bösen Folgen blieben. Freitag und Samstag war es trocken, aber Sonntag morgens war die Strecke nass. Dann kam die Sonne, fünf Minuten vor dem Start. Thomas und Frank haben noch schnell auf Slickreifen gewechselt. Diese Wahl hat sich als richtig erwiesen. Pieter blieb sicherheitshalber auf Regenreifen die aber auf der abtrocknenden Strecke überhitzten. Frank hatte aber wenig Freude an seinen Slicks, schon nach 500m brach ein Pleuel. Das war leider das Ende des Motors. Pieter hielt aber durch und wurde mit zweimal voller Punktzahl belohnt.
Als Gastfahrer begrüßten wir wieder Dino Eitel, der auf der Strecke mal richtig zeigte wo es lang ging! In der TT Trophy Wertung war Roland Müller der Mann des Wochenendes. Er fuhr die vollen 40 Punkten ein! Patrick Hug war mit dem Motor seines Straßenautos angetreten da der in Colmar Berg geplatzte Motor nicht mehr zu retten war. Dennoch ging er mit 30 Punkten nach Hause. Robin Podak, Kalle Meurer, Heinz Fleischhauer und Lutz Gersdorf waren auch wieder dabei. Lutz war mit 27 Punkten der zweit-Erfolgreichste. Weiter gab es recht viele Probleme: Robin Podak wurde im ersten Lauf Zweiter, strandete aber im zweiten Lauf mit einem Schaden an einem seiner Räder. Auch Heinz hatte so seine Probleme. Nach einen dritten Platz im ersten Lauf hatte er einen Plattfuß im zweiten Lauf. Kalle hatte sogar technische Problemen in beiden Läufen, und auch Jochen Wenz hatte Reifenprobleme. Jürgen Scheffel schließlich konnte sich mit viel Schraubarbeit durch Freunde mit seinem nicht ganz gesunden TT zweimal ins Ziel retten. Diese 24 Punkte des Wochenendes sollten sich am Saisonende als sehr wichtig herausstellen!
Das Wochenende startete mit durchwachsenem Wetter dass aber dann langsam besser wurde. Für Roland Müller fing es ziemlich heftig an! Auf dem Anfahrtsweg hatte er einen Auffahrunfall mit seinem LKW und kam somit erst gegen Mitternacht ins Fahrerlager. Der Schrecken war aber schnell überwunden, denn er war das ganze Wochenende recht schnell unterwegs mit dem bekannten grauen TT. Auch war es gut zu sehen dass unserer anderer Berliner Freund Michael Krüger wieder dabei war mit seinem bekannten rot/weißen TT.
Nach einem recht nassen Training gab es beim ersten Lauf die Qual der Reifenwahl. Die meisten wählten Slickreifen und hatten damit Recht. Der Zweite Lauf dagegen war trocken. Für Heinz Fleischhauer war alles im Training schon vorbei, Lagerschaden. Auch Lutz Gersdorf hatte kein Glück, Kupplung kaputt im ersten Lauf und Motorschaden im Zweiten. Schade!. Im ersten Lauf machte Paul Lomeijer auf sich aufmerksam, er erntete die vollen Punkte! Der zweiten Lauf wurde wieder gewonnen durch Jürgen Scheffel der sich auf Slicks wesentlich besser fühlte als auf Regenreifen im ersten Lauf. Auch Roland Müller war mit einen zweiten und dritten Platz recht erfolgreich. Bei noch einem Lauf der Saison war der Abstand zum Tabellenführer Jürgen Scheffel nur noch sechs Punkte. Alles kam also auf dem letzten Lauf an! Pieter de Bruijn kam nicht ins Ziel durch eine recht unglückliche Kombination von Pannen: Bremsversagen lässt sich eher schlecht kombinieren mit einer voll offen klemmenden Drosselklappe! Dann sollte man besser schnellstens die Box aufsuchen. Gott sei Dank ist ihm dass gelungen.
Tja, Nürburgring Ende Oktober. Was packt das Wetter aus? Regen?, Nebel?, vielleicht sogar Schnee? Alles ist möglich! Sonnenschein glücklicherweise auch! Nach einem Training am Freitag war der erste Lauf schon am Samstag 08.00h geplant. Entgegen aller Erwartungen war es trocken. Vor dem frühen Start fing, wenn auch zögernd, der Tag an. Zehn NSU´s waren so spät in der Saison noch fit, wobei auch Marco van den Broek wieder dabei war. Der TT von Pieter de Bruijn war aber weniger fit als gedacht, im ersten Lauf kam er bald in die Box mit einen Motor der heftig ratterte. Später stellte sich heraus dass die Kurbelwelle gebrochen war. Die Anderen kamen alle ins Ziel und diesmal holte sich Patrick Lomeijer die maximalen Punkte! Die Lomeijer Brüder haben sich (und auch die Anderen) die ganze Saison fair bekämpft und dabei festgestellt dass beide ziemlich ebenbürtig sind! Der zweite Lauf wurde von Patrick Hug gewonnen, der mit seinem Ersatzmotor trotz fehlender Power doch sehr gleichmäßig und dazu noch schnell war. Die Meisterschaft wurde aber überzeugend entschieden durch Jürgen Scheffel der mit zwei zweiten Plätzen genügend Punkte eroberte um in diesem Jahr endlich zum Meister gekrönt zu werden! Patrick Hug kam mit einem Sieg und einem vierten Platz noch ganz nah an Roland Müller heran, der aber mit einem dritten und fünften Laufergebnis seine Vize – Meisterschaft sichern konnte.
Wir gratulieren den Meistern 2009:
1. Jürgen Scheffel
1. Platz Jürgen Scheffel
2. Patrick Hug (korr.14.12.09)
2. Platz Patrick Hug
3. Roland Müller(korr.14.12.09)
3. Platz Roland Müller
Bei der Siegerehrung machte Jürgen bekannt dass er sich entschieden hat den Helm an den Nagel zu hängen, leider lässt seine Gesundheit die Belastungen des Motorsports nicht länger zu. Eine kluge Wahl, glücklicherweise nachdem er jetzt seinem Traum verwirklicht hat! Jürgen hat uns aber zugesagt in 2010 noch einige Läufen zu besuchen, der Abschied ist also nicht definitiv. (Vielleicht bringt er sogar dann wieder Brötchen mit.)
Auch Max Vanreusel verabschiedet sich, auch bei ihm spielt seine Gesundheit dabei eine Rolle. Schade. Hoffentlich sehen wir Max und Sonja noch mal bei einem Lauf.
Dass heißt aber auch dass einige TT-Wettbewerbsfahrzeuge zum Verkauf stehen.