5. und 6. Lauf TT Trophy Zolder Race Festival 2010
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NSU TT Trophy
10./11.Juli 2010
Gesamtsieger „Kampf der Zwerge“: Patrick Lomeijer
Paul Lomeijer’s Neuer
Erstmals seit meinem Entschluss den aktiven Motorsport an den berühmten Nagel zu hängen, wollte ich doch wieder einmal Motorengeräusche hören und Benzindämpfe schnuppern. Da ich bis dahin nie in Zolder war (leider), machte ich mich auf die Reise nach Belgien. Leider war es unglaublich heiß an diesem Wochenende, was das Wohlbefinden Aller schon ziemlich strapazierte.
Am Freitag auf der Rennstrecke angekommen, der Lutz aus Berlin war neben einigen holländischen Freunden (die Lomeijers- Paul mit neu aufgebautem TT-, Marco mit Riesen-Truck und Vorzelt, Pieter und Arno) schon angekommen. Das Fahrerlager wieder, wie immer, ganz schön eng, sodass wir ganz schön zusammenrücken mussten. Nach und nach trudelte der Rest ein.
13 Fahrer hatten genannt, 11 Stamm- und 2 Gastfahrer – Torsten Weth und Arno Zuylen.
Das Wiedersehen mit den alten Freunden war schön und herzlich, der Abend mit Grillen und ein paar Bierchen harmonisch.
Am Samstag zum Training, erstmalig nicht schon vor dem Aufstehen, waren 55 Zwerge, davon 12 NSU und Arno’s Goggo-TTS bereit die ersten schnellen Runden zu drehen. Marco van den Broek erzielte mit 2:00.933 die schnellste NSU-Zeit (und damit auch schnellster Nicht-Mini). Das war der erste Einsatz mit Marco’s neu aufgebautem 1300er Motor. Zweiter wurde Patrick Hug (2:03.728), dessen neuer Motor wohl noch nicht ganz optimal ist, denn fahrerisch ist er unumstritten. Auch Robin Podak hat nach seinem Motordefekt wieder einen neuen Treibsatz eingebaut, der hier das erste Mal zum Einsatz kam und die ersten Umdrehungen schon zu einer 3.schnellsten Zeit (2:03.965) reichte.
4. Roland Müller;
5. Jochen Wenz;
6. Henny Geenen, der auch mit einem überarbeiteten Motor antrat;
7. Pieter de Bruijn;
8. Patrick Lomeijer;
9. Paul Lomeijer mit einem wunderschönen, neu aufgebauten TT;
10. Torsten Weth mit seinem Einspritzer;
11. Lutz Gersdorf mit einem von Axel Bantsch geliehenen Motor, da sein neuer Motor immer noch nicht fertig ist;
12. Rainer Oesterbeck, der nach der Pause in 2009 wieder voll dabei ist und
13. Arno Zuylen, der bereits in der 2. Trainingsrunde wegen eines technischen Defektes gleich nach Start und Ziel liegenblieb und nach Beendigung der Trainings-Session in’s Fahrerlager geschleppt werden musste.
Startaufstellung, R. Müller dahinter P. Hug, L. Gersdorf
Nach der wirklich großen Hitze und Schwüle blieb dann auch das Unwetter am Abend nicht aus und es mussten einige Aktionen gestartet werden um Zelte, Tische, Stühle, Grillgeräte usw, also das ganze Camping-Equipment zu retten.
Am Sonntagvormittag dann der erste Durchgang des Kampfes der Zwerge. Am Start nur noch 13 NSU-Renner, Henny Geenen hatte bereits im Training einen Schaden, eine Zündkerze riss sich aus der Verschraubung, der ihn dazu veranlasste bereits am Samstagabend den Heimweg anzutreten.
Torsten Weth dahinter Lutz Gersdorf
Gleich nach dem Start setzte sich Marco, gefolgt von Robin Podak, Patrick Hug und Roland Müller an die NSU-Spitze. Marco konnte diese Position wegen eines technischen Defektes in der 10. Runde nicht halten und musste in der 10. Runde abbrechen. Robin, dessen neuer Motor sich bewährte, konnte sich auch fahrerisch durchsetzen und beendete den ersten Durchgang im Zieleinlauf vor Patrick Hug und Roland Müller. Robin fuhr mit 1:59,492 die schnellste NSU-Runde, nur die beiden Mini’s von Ken Welch und „Faxe“Wassong waren einen Tick schneller. Chapeau!!
Arno’s Goggo/TTS
Die für die TT-Trophy-Wertung maßgebliche GLP-Wertung zeigte allerdings ein anderes Ergebnis. Es zeigte sich, dass die Schnellsten nicht immer die Gleichmäßigsten sind.
Hier konnte Jochen Wenz als 1. die volle Punktzahl mitnehmen,
2. wurde Patrick Lomeijer, der hier seinen Grundstein legte für den späteren Gesamtsieg des „Kampf der Zwerge“, also auch vor allen Puchs, Abarths, Autobianchis und Minis. Neu dabei auch ein DKW F 11 (Zweitakter!!!), den Diana Eick an den Start brachte. Leider sah sie das Ziel wegen eines technischen Defektes nicht.
Für Lutz Gersdorf hat sich die weite Anreise gelohnt /ca 700km) er wurde 3.
vor Patrick Hug (4.);
Patrick Hug
5. wurde Paul Lomeijer mit seinem neuen Renner;
6. Marco v.d. Broek,
7. Pieter de Bruijn,
8. Rainer Oesterbeck und
9. Roland Müller. Torsten Weth und Arno Zuylen wurden als Gäste nicht in die Wertung einbezogen.
Der 2. Lauf am späten Nachmittag brachte ein ähnliches Ergebnis zustande. Im Zieleinlauf wieder Robin Podak vor Patrick Hug und Roland Müller; Marco v.d.Broek hatte Pech und musste mit einem technischen Defekt ausscheiden. Arno Zylen und Rainer Oesterbeck (mit zerbrochener Kupplung) sahen ebenfalls die Zielflagge nicht. Auch im 2. Durchgang gelang Robin die schnellste NSU-Runde mit 2:00734, diesmal konnte ihn nur Ken Welch mit dem Mini schlagen.
Die GLP-Wertung zeigte nun Lutz Gersdorf an der Spitze,
gefolgt von Patrick Lomeijer und
Pieter de Bruijn;
4. wurde Robin Podak;
Robin Podak
5. Patrick Hug;
6. Jochen Wenz (konnte seine Spitzenplatzierung aus dem 1. Lauf nicht wiederholen);
7. Paul Lomeijer und Roland Müller
8. in der Trophy-Wertung.
Torsten Weth wurde als Gast nicht gewertet.
Der Veranstalter des Zolder Race Festival erstellte eine Wertung aus der Kombination beider Läufe.
Hier konnte sich Patrick Lomeijer als Gesamt-1. durchsetzen vor
Joop Schouten auf Fiat Abarth 1000TC.
3. wurde Lutz Gersdorf;
4. Thomas Klingelhöfer auf Autobianchi A-112;
5. Phil Harvey auf Mini-Cooper;
6. Patrick Hug, NSU TT;
7. Pieter de Bruijn, NSU TT;
8. Jochen Wenz, NSU TT;
13. Paul Lomeijer, NSU TT;
19. Roland Müller, NSU TT;
20. Robin Podak, NSU TT;
21. Torsten Weth, NSU TT.
Nicht schlecht die Bilanz für die Fahrer der NSU-TT-Trophy an diesem Wochenende; auch bei den schnellsten Rundenzeiten können sich die betagten NSU’s mit ihrer Technik gegenüber den Mini’s, Abarth’s und Autobianchis durchaus noch sehen lassen.
Die nächste Veranstaltung bereits im August ist das 42. Osnabrücker Bergrennen, eine Super-Veranstaltung. Schade, dass diese Veranstaltung nicht zur TT-Trophy-Meisterschaft 2010 zählt; die NSU-Beteiligung wird sich in Grenzen halten. Dafür wird vom 10.-12.9.2010 am Nürburgring beim Jan-Wellem-Pokal wieder volles Haus sein, denn diese Traditions-Veranstaltung ist das eigentliche High-Light der Saison.
Marco v.d.Broek in Formel1-Dimensionen (fast)
